Wenn Wohnräume krank machen → Innenraumschadstoffe

Schadstoffe in Innenräumen erkennen: Asbest, Schimmelpilze, PCB, PCP

Das Auftreten von luftgetragenen Schadstoffen in Innenräumen kann für die betroffenen Bewohner zu Belästigungen, gesundheitliche Beschwerden, im schlimmsten Fall zu akuten Krankheiten mit Langzeitfolgen führen. 

Altlasten Innenraumschadstoffe Schimmelpilze

Schimmelpilze durch Wasserschaden

Bei einem ersten Ortstermin werden die Beschwerden und Änderungswünsche der Auftraggeber/Raumnutzer ermittelt. Zudem werden die verwendeten Bau- und Einrichtungsmaterialien festgestellt, sofern sie sich durch Inaugenscheinnahme oder durch Auswertung vorhandener Unterlagen ermitteln lassen. Diese sind für die weiteren Untersuchungen ebenso wichtig wie die Nutzungssituation und die Umgebungsfaktoren.

Die Untersuchungen umfassen in der Regel die Gebäudefaktoren, die Raumluft (Temperatur, Feuchtigkeit, etc.) und bei sichtbaren Schäden (z. B. Schimmelbildung) auch Materialproben. Nach Identifizierung der Schadstoffe werden die Ursache der Belastung sowie mögliche Lösungen vorgestellt. Je nach Schadensumfang wird ein Sanierungsplan oder ein Sanierungskonzept erarbeitet.

Unsere Leistungen für Sie:

  • Schadstofferkundung:
    • Asbest
    • Schimmelpilze
    • PCB (Polychlorierte Biphenyle)
    • Holzschutzmittel (PCP, Lindan, etc.)
    • Künstliche Mineralfasern
    • u.a. TVOC (flüchtige organische Bestandteile)
  • Sanierungsplanung/Sanierungskonzept
  • Ausschreibung von Sanierungsleistungen (z.B. im laufenden Betrieb)

 

 

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Altlasten Ansprechpartner Martin Blasche
Ihr Ansprechpartner

 

Herr Martin Blasche
Dipl. Geologe & Abteilungsleiter Rückbau/Altlasten


Die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen beim Aufenthalt in Innenräumen wird einerseits durch die herrschenden raumklimatischen Bedingungen (vor allem Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit) andererseits aber auch durch mögliche Verunreinigungen der Innenraumluft beeinflusst. Der moderne Mitteleuropäer verbringt etwa 80 bis 90 % seiner Zeit in geschlossenen Räumen.

Untersuchungen der letzten Jahrzehnte zeigen, dass Erkrankungen, Befindlichkeitsstörungen und Allergien mit medizinischer Relevanz nicht nur als Folge steigender Umweltbelastung sondern auch durch veränderte Lebensgewohnheiten, z.B. durch drastisch reduzierten natürlichen Luftwechsel infolge der gesetzlich vorgeschriebenen Winddichtigkeiten von Gebäuden, einhergehend mit einer erhöhten Sensibilität/Anfälligkeit an Häufigkeit zunehmen. Das Risiko einer gesundheitlichen Gefährdung hat also stetig zugenommen.

Innenräume
In Anlehnung an die vom Rat der Sachverständigen für Umweltfragen 1987 erarbeitete Definition sind Innenräume Wohnungen mit Wohn-, Schlaf-, Bastel-, Sport- und Kellerräumen, Küchen und Badezimmer, Arbeitsräume in Gebäuden, die im Hinblick auf gefährliche Stoffe (u.U. Luftschadstoffe) nicht dem Geltungsbereich der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) unterliegen (z.B. Büroräume, teilweise Verkaufsräume), öffentliche Gebäude (Bereiche in Krankenhäusern, Schulen, Kindergärten, Sporthallen, Bibliotheken, Gaststätten, Theatern, Kinos und anderen öffentlichen Veranstaltungsräumen) sowie das Innere von Kraftfahrzeugen und öffentlichen Verkehrsmitteln.

Bewertungsgrundlagen
Während für Arbeitsplätze, an denen mit Gefahrstoffen umgegangen wird, Grenz- und Richtwerte nach den Technischen Regeln für Gefahrstoffe gelten, trifft dies für Innenräume im Sinne der oben genannten Definition nicht zu. Für den Innenraum gibt es keine spezielle, einheitliche gesetzliche Grundlage, wie es z.B. das Bundesimmissionsschutzgesetz für die Außenluft darstellt, um Anforderungen an die Qualität der Innenraumluft zu definieren.

Schadstoffe in Innenräumen
Zu den gängigsten Schadstoffen, die der Innenraumluft angetroffen werden zählen Formaldehyd, Holzschutzmittel wie Pentachlorphenol (PCP) und Lindan, Polychlorierte Biphenyle (PCB), Haushaltschemikalien, Schädlingsbekämpfungsmittel, Tabakrauch, Asbest und verschiedene Lösungsmittel. Des Weiteren sind Schimmelpilze häufig die Ursache für gesundheitliche Beschwerden.

Sick Building Syndrom
Nur selten sind die Konzentrationen von Innenraumluftverunreinigungen so hoch, dass es zu akuten, gut definierten gesundheitlichen Wirkungen kommt. Wesentlich häufiger ist das Auftreten unspezifischer Beschwerden oder Belästigungen. Diese Symptome werden auch als Sick-Building-Syndrom (SBS) bezeichnet. Unter anderem durch oben genannte Schadstoffe kann das SBS verursacht werden.

Zu den Symptomen des Sick-Building-Syndroms zählen:

1. trockene, empfindliche, kratzende, brennende oder anderweitig gereizte Nase, Nebenhöhle, Hals und Augen,
2. Juckreiz, Beißen, Trockenheit, Rötung der Haut,
3. Husten, Heiserkeit, Atemnot, Schweratmigkeit,
4. Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Müdigkeit, Teilnahmslosigkeit, geistige Ermüdung, Schwindel.

Wenn die oben aufgezählten Beschwerden verstärkt morgens nach dem Schlafen in der Wohnung auftreten, bei längerer Abwesenheit verschwinden und nach der Rückkehr wieder auftreten, Besucher über Gerüche und Kopfschmerzen klagen oder sich die Symptome im Winterhalbjahr verstärken kann eine Schadstoffbelastung der Innenraumluft vorliegen.

Auslöser oben beschriebener Symptome können eine Vielzahl luftgetragener chemischer Stoffe, wie die schon genannten Schadstoffe sein. Das Sick-Building-Syndrom ist jedoch nur in den seltensten Fällen auf nur einzelne Faktoren zurückzuführen. Neben der Einzelstoffbetrachtung für die teilweise Richtwerte definiert wurden, sind die TVOC (total volatile organic compounds) als Summenparameter gängig.

TVOC (Total Volatile Organic Compounds) – Summe flüchtiger organischer Verbindungen
Zur Bestimmung der Summe flüchtiger organischer Substanzen wurde von der ECA-IAQ-Arbeitsgruppe* ein Verfahren mit Probennahme an Tenax TA und anschließender Thermodesorption/Gaschromatographie vorgeschlagen, welches in eine VDI-Richtlinie (VDI 4300) und in eine DIN/ISO-Norm umgesetzt wurde.
Durch eine Raumluftmessung werden die VOC (flüchtige organische Stoffe) ermittelt und daraus der TVOC-Wert (Summe der flüchtigen organischen Stoffe) berechnet. Die Ergebnisse werden mit Referenzwerten verglichen, die aus Querschnittsstudien bei normaler Lüftung und Nutzung der Messräume stammen. Die Zusammensetzung des Stoffgemisches, das durch die TVOC dargestellt wird, kann sich fallweise erheblich unterscheiden.
Das TVOC-Konzept bietet die Möglichkeit zur Einschätzung der Gesamtsituation und anschließender Quellensuche bzw. Einzelstoffbetrachtung. In der Weihnachtszeit können beispielsweise in der Innenraumluft häufig deutlich erhöhte VOC-Werte gemessen werden, da die Verwendung von Christbaumschmuck und der erhöhte Verzehr von Zitrusfrüchten zu erhöhten Konzentrationen von Terpenen in der Raumluft führen kann. Gesetzlich geltende Grenzwerte existieren für VOC-Gemische nicht.

Einzelne Schadstoffparameter in der Innenraumluft
Neben den oben beschriebenen VOC können auch einzelne Schadstoffe separat in der Innenraumluft nachgewiesen und bewertet werden. Hierzu zählen Formaldehyd, Pentachlorphenol (PCP) und Lindan, Polychlorierte Biphenyle (PCB), Asbest und Schimmelpilze.
Die tatsächliche Notwendigkeit einer Raumluftmessung zur Ermittlung der Konzentration oben genannter Parameter ist vom Einzelfall abhängig. Eine sorgfältige Recherche der verwendeten Baustoffe und historischen Nutzung eines Gebäudes gehen den Messungen voran.

* European Collaborative Action, Indoor Air Quality & Its Impact On Man (1997) der Europäischen Kommission

 

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Herr Martin Blasche
Dipl. Geologe & Abteilungsleiter Rückbau/Altlasten
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Die KÜHN Geoconsulting® GmbH ist ein unabhängiges Gutachterbüro, das seit mehr als 47 Jahren in den Bereichen Baugrundberatung und Altlastensanierung tätig ist.


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